In einer rund 1.600 Jahre alten Mumie aus dem ägyptischen Oxyrhynchus stießen Forschende auf einen Papyrus, der auf dem Bauch des Verstorbenen lag. Darauf stand kein üblicher Ritualtext, sondern ein Abschnitt aus Homers Ilias.

Das Fragment gehört zum sogenannten Schiffskatalog im zweiten Buch des Epos. Griechische Papyri wurden in ähnlichen Bestattungen schon gefunden, bislang enthielten sie jedoch vor allem magische oder rituelle Texte.

Warum gerade dieses Stück Literatur Teil der Mumifizierung wurde, bleibt offen. Der Fund macht sichtbar, wie ägyptische, griechische und römische Traditionen in der Spätantike ineinandergriffen – bis in die Gestaltung eines Grabes hinein.

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Was hängen bleibtEin berühmter Text über den Zug nach Troja bekam 1.600 Jahre später eine völlig unerwartete Rolle in einem ägyptischen Grab.
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Quelle zuletzt redaktionell erfasst: 05.08.2026 · externe Inhalte können sich ändern.

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